Kursarten
Intensivkurs
(zwischen 2 und 5 aufeinanderfolgenden Tagen)
Die Teilnehmenden:
- entwickeln ein kurzes Theaterstück von mindestens 15 Minuten
- treffen die anderen in einer sicheren Umgebung und ohne soziale Hierarchie
- spielen in einer Fremdsprache
- erleben eine intensive gemeinsame Erfahrung
- werden vom Publikum beklatscht
- entdecken einen zeitgenössischen Text
- spüren Lampenfieber
- entwickeln gemeinsam ein künstlerisches Projektconstruisent ensemble un projet artistique
Langzeitkurs
(wöchentliche Workshops über ein Semester oder ein Jahr)
Die Teilnehmenden:
- entwickeln ein vollständiges Theaterstück von mindestens 30 Minuten
- treffen die anderen in einer sicheren Umgebung und ohne soziale Hierarchie
- spielen in einer Fremdsprache
- erleben eine intensive gemeinsame Erfahrung
- werden vom Publikum beklatscht
- setzen einen zeitgenössischen Text auf die Bühne
- spüren Lampenfieber
- gestalten gemeinsam Teile des Theaterstücks
- durchlaufen einen vollständigen künstlerischen Prozess
- bringen Ideen ein
- lernen sich kennen
- knüpfen starke zwischenmenschliche Beziehungen
- hinterfragen ihr eigenes Verhalten und das der Gruppe
Kurzkurs
(zwischen 3 und 6 Stunden)
Die Teilnehmenden:
- entwickeln ein kurzes Theaterstück von wenigen Minuten
- treffen die anderen in einer sicheren Umgebung und ohne soziale Hierarchie
- spielen in einer Fremdsprache
- erleben einen gemeinsamen Moment
- werden vom Publikum beklatscht


Unternehmen
In der Schweiz ist Englisch häufig die gemeinsame Sprache in Unternehmen mit mehreren Kulturen und Nationalitäten. Das Eintauchen in eine Landessprache ermöglicht einen Schritt auf die andere Person zu. Die Sprache des Gegenübers zu sprechen, zeigt gegenseitiges Interesse und öffnet unerwartete Türen.
Die Nebenvorteile des Theaterspiels für das Unternehmensleben sind zahlreich:
- Integration neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Geselligkeit
- Teamgeist
- Horizontalität
- Selbstbehauptung
- Entwicklung von zwischenmenschlichen Fähigkeiten
- Kollektive Innovation
- Unternehmensauftritt und Kommunikation
Die Kurse werden an die Bedürfnisse der Unternehmen angepasst, wobei die Modalitäten noch festgelegt werden. Zusätzlich zum Kurs ist es beispielsweise möglich:
- Einen Text schreiben und ein massgeschneidertes Theaterstück entwickeln
- Künstler, Musikerinnen und Musiker usw. einbeziehen
- Das Theaterstück in eine grössere Veranstaltung einbinden
Schulen und Bildungseinrichtungen
Weil man die Worte nicht findet oder Angst hat, Fehler zu machen, zögert man, vor anderen zu sprechen. Deutsch ist bei den Westschweizern wenig beliebt, und Französisch wirkt weit entfernt, sobald man sich von der Sprachgrenze entfernt.
Man kann im Subjonktiv schlecht sein und trotzdem Schlagfertigkeit haben. Die Methode PARLABLE ergänzt die traditionellen Methoden und kann als Auslöser für Lernende dienen.
Es ist auch möglich, dass die Kursleitenden die Workshops gleichzeitig mit den Lernenden besuchen und sich so nach und nach mit dem spielerischen Ansatz von PARLABLE vertraut machen. Gegebenenfalls wird dem Kurs ein pädagogisches Begleitheft beigelegt.
Die Vorteile des PARLABLE-Ansatzes für die Lernenden:
- Stärkung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit
- Überwindung von Blockaden und Vorurteilen
- Vielfalt der Fähigkeiten der Lernenden
- Alternative dort, wo die traditionelle Methode an ihre Grenzen stösst
- Auftritt und Kommunikation der Bildungseinrichtung
Die Workshops können von einer Fortbildung für Lehrpersonen in Fremdsprachen begleitet werden. Sie konzentriert sich auf die Vermittlung einfacher Methoden zur Gruppenleitung und zur Umsetzung eines Theaterstücks unter Anwendung von vier Theatertechniken:
- Raumgestaltung
- Arbeit am Rhythmus
- Festlegung der Positionen
- Entwicklung konkreter Handlungen
Integration und Verbände
Die PARLABLE-Methode ist in Gruppen mit Menschen mit Migrationshintergrund anwendbar. Sie unterstützt das Sprachenlernen, trägt aber vor allem wesentlich dazu bei, die Lernenden in ihre neue Gemeinschaft einzubinden.
Die Vorteile der Methode für Lernende mit Migrationshintergrund:
- Hervorhebung in einer Landessprache
- Aufbrechen von Barrieren
- Anerkennung
- Rolle in der Gesellschaft
- Netzwerkaufbau
- Zwischenmenschliche Beziehungen
- Erlernen gesellschaftlicher Umgangsformen
- Unternehmensauftritt und Kommunikation
Auch hier ist es sehr sinnvoll, die Zielgruppen zu mischen und Kursleitende, Fachpersonen aus der Sozialarbeit, Theaterbegeisterte in die Workshops einzubeziehen und alle Teilnehmenden gleichermassen als Teil des Theaterprojekts zu betrachten.